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Kunstpreis der Stadt Kempten (Allgäu) - 2002

Horst Heilmann
"Mit Begleiter"
Acryl und Kreide auf Karton
103,5 x 94, 2002

Der Künstler Horst Heilmann aus Kempten wird für seine Zeichnung "Mit Begleiter" mit dem Kunstpreis der Stadt Kempten (Allgäu) 2002 ausgezeichnet.

Die Jury würdigt in ihrem einstimmigen Urteil die überzeugend neue Formulierung des alten Themas "Der Tod und das Mädchen". Ungezählte Künstler widmeten sich dem "Totentanz". Rethel, Slevot, Corinth gestalteten ihre persönlichen Bildwelten. In ganz eigenem Duktus durchdringt auch Heilmann die Aufgabe, arbeitet er die Begegnung zwischen dem lebendigen Menschen und dem todbringenden Partner als spürbare Konfrontation zwischen zwei Personen, Personifikationen als nacktem Mädchen und Gerippe heraus. Das erotische Moment, das dem Sujet innewohnt, ist zurückgekommen, durchaus aber als Andeutung eines Liebesaktes spürbar. Diese "Danse macabre" erfährt ihre Steigerung aus der Hell-Dunkel-Wirkung sowie im Kalt-Warm-Kontrast, mit dem er Leben und Tod Seite an Seite stellt. Das erdige Braun neben dem rohen Schwarz lässt die Zeichnung beben. Die Nuancierung der Farbplatte erzeugt eine spannungsreiche, bezwingende Wirkung, die das Motiv der Unausweichlichkeit sinnhaft darstellt. Auch der enge Ausschnitt der beiden Figuren im Blattrahmen steigert die Konzentration auf das Folgende, Unvorstellbare, dem das Mädchen mit seinem Begleiter entgegengeht.

Den Kunstpreis der Stadt Kempten (Allgäu) erhält Horst Heilmann vor allem für seine entschiedene Aussage zur Situation des "Humanen" heute. Er äußert sich zur Ausgrenzung, welche der Gesellschaft vorgeworfen wird, gegenüber dem Thema "Sterben und Tod" als etwas zum Menschen Gehöriges. Der Themenkreis findet sich kontinuierlich in Heilmanns Werk, begründet auch in seiner Biografie, durch seine Erfahrung mit dem Tod der Mutter. Die Arbeit "Mit Begleiter" kann als signifikanter Kulminationspunkt im Schaffen Horst Heilmanns bezeichnet werden. Die Frage, ob es sich um ein im engeren Sinne modernes Bild handelt, lässt die Jury offen. Das Thema wird in seiner existenziellen Präsenz als zeitlos und in Heilmanns ausgezeichneter Bildgestaltung als wesentlicher Beitrag zur Auseinandersetzung mit gegenwärtigem Leben gewertet.




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